Vor 20 Jahren…

Heute bin ich bei Tageschau-Online über diese Schlagzeile gestolpert:
“Als die D-Mark in die DDR kam”

IMG_3695_700pxOh man, was war das eine bewegte Zeit. So viele Erinnerungen sind damit verknüpft. Für uns, wie kann es anders sein, Erinnerungen an den Beginn unserer Tibet Terrier Zucht. Unsere allererste D-Mark haben wir nämlich für eine Deckgebühr ausgeben.

Unsere ‘Babsi vom Silcherhof’ hatte gerade ihre Standhitze uns wir hatten für sie den Deckrüden ‘Tabia Djigme’ ausgewählt. Dieser Rüde stammt aus einer dänischen Zucht und Frau Gartenschläger “vom Potala” bekam die Erlaubnis ihn in die DDR zu importieren. Er lebte bei Frau Siebeck, “von Nepal”. Er war ein typvoller Rüde und sollte der Vater unseres ersten Wurfes werden. In der DDR zahlte man 250 DDR-Mark – und wir somit 125 DM. Das sind im Vergleich zu heute wahrlich Peanuts….

Unsere Babsi (links) beim Flirt mit Tabia Djigme

Unsere Babsi (links) beim Flirt mit Tabia Djigme

Tja, so hat es damals für uns begonnen. Babsi war noch nach den Reglement des VKSK (Verband für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter) angekört worden. Der hatte sich jedoch recht schnell aufgelöst und als Züchter in der DDR wußte man daher nicht, wie und wo man seinen Wurf registriert bekommt.

Befreundete Tibet Terrier Züchter berichteten mir von einem Treffen mit dem damaligen Vorstand des KTR (einem der 3 westdeutschen Klubs die den TT betreuen), welche die Unterstützung engagierter ostdeutscher Züchter versprach – und – dieser Klub brachte seine Mitgliederzeitschrift, den KTR Reporter, mit. Wir waren hin und weg. So etwas Tolles! Und auch wenn ihr jetzt lacht, es war wohl das ausschlaggebende Argument diesem Klub beizutreten.

Der KTR hat für unseren ersten Wurf Babsi’s Zuchtzulassung der DDR anerkannt und unseren A-Wurf “von Jilong” in ihrem Zuchtbuch registriert. Die Welpen bekamen entsprechend KTR-Ahnentafeln ausgestellt. Wir sind heute noch sehr dankbar dafür.

ZZL Bericht, Teil 1

ZZL Bericht, Teil 1

Teil 2

Teil 2

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So schaute ein Zuchtzulassungsbericht in der DDR aus. Jeder Hund musste auf einer Körung vorgestellt werden und der Richter beurteilte den Hund entsprechend des Rassestandards. Babsi hatte mit 11 Monaten bereits die Nachzuchtbeurteilung bestanden (eine Art Vorprüfung) und konnte eine gute HD Auswerung (frei) nachweisen.  Beides Voraussetzung für die Teilnahme an der Körung.

3 Responses to Vor 20 Jahren…
  1. Annette
    Juli 2, 2010 | 17:51

    Oh ja, da werden Erinnerungen wach. Der Artikel zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht, aber ist es wirklich schon so lange her? Ich muss auch gleich daran denken, wie wir unseren Che- bi bei Euch das erste Mal gesehen haben.
    LG Netti

  2. Kirsten
    Juli 5, 2010 | 14:21

    Ui – wie schön ein Bild von der Ur-Oma, Ur-Enkel Samson sagt vielen Dank für das tolle Fb.foto:-)).

  3. Steffi
    Juli 5, 2010 | 20:25

    Oh wie schön! Durch das Zuchtbuch “vom Indus” durften wir mal blättern, das ist alles so lange her… leider haben sie sich ja nicht für einen westdeutschen Club entschieden und mir war das damals auch nicht so wichtig. Heute schaue ich mir gern Ahnentafeln an und suche irgendwie immer nach den DDR-Zuchten. Hab mich also sehr gefreut, vielen Dank für’s Erzählen!

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