Plötzlich ist der Frühling ausgebrochen und es fällt schwer drinnen am PC zu sitzen. Wir wollen nur noch raus, raus, raus…
Aber… versprochen ist versprochen – hier kommen einige Fotos meiner Tibet Terrier Holly und Tsha Tsha bei der Zielobjektsuche:

Beim Training zuhause wird zunächst ein kleines Suchfeld aus Kisten, Taschen und anderem Krimskrams aufgebaut. Einige Spieltiere als Verleiter (davon geht immer die größte Gefahr der Ablenkung aus) sind auch dabei. Später werden hierfür auch Schweineohren oder andere Leckerbissen mit verteilt… wie gemein…
Außerdem braucht man einen Clicker, sowie den Suchgegenstand. Als Erstes hat Tsha Tsha gelernt das Feuerzeug zu suchen. Ihr zweites Suchobjekt ist “Felix” – und wie ihr seht ist der wirklich winzig klein.


Beide Gegenstände sind im normalen Hundeleben für Tsha Tsha völlig uninteressant, daher konnte ich mir kaum vorstellen, dass sie je die Motivation haben würde diese zu suchen. Aber das Training macht ihr so viel Freude, dass sie schon verrückt spielt, wenn ich die kleinen Teile aus der Schublade hole. Sie kann es kaum abwarten, dass ich eines von ihnen verstecke und sie das Kommando “Feuer-Go” bzw. “Felix-Go” bekommt und starten kann…

Im Training lernen die Hunde, das Suchfeld systematisch abzusuchen. Dieses hier ist ja noch relativ klein und übersichtlich. Wenn wir in Dog City Unterricht haben, ist es viel viel größer – und ohne System und Konzentration nicht zu schaffen.

Hier war Felix in der Tasche versteckt und sobald Tsha Tsha ihn gefunden hat, legt sie sich hin und verweist den Gegenstand mit der Nasenspitze (Apportieren – also in den Gegenstand beißen oder ihn aufnehmen – ist verboten!)

Beim zweiten Suchversuch habe ich Felix in einem Loch im Stein versteckt. Sucht Tsha Tsha ruhig und konzentriert wird sie immer verbal mit “Klasse”, “Super”, “Toll” etc. positiv bestätigt, wenn sie träumt oder auch mal das Versteck versucht zu erraten, wird dies einfach ignoriert.

Sauberes Verweisen des gefundenen Zielobjektes ist ganz wichtig. Sobald sie das tut, wird Tsha Tsha mit Click und leckersten Leckerlis (Trockenfutter reicht da nicht
) bestätigt. Wichtig ist immer das Füttern direkt am Gegenstand – nur so bleibt die Nasenspitze direkt am Suchobjekt. (Leider gibt es hiervon kein Foto, weil ich Fotografieren, Clicken und Füttern zur gleichen Zeit irgendwie nicht hinbekommen habe…
)
Und so schaut es aus, wenn Holly sucht:

Was man auf den Fotos leider nicht erkennen kann ist, dass Holly das Suchfeld viel rasanter „durchpflügt“. Wenn die Gegenstände poltern macht ihr das nichts aus. Tsha Tsha ist da viel vorsichtiger, lernt aber durch die ZOS Übungen auch über wackelige und unebene Untergründe zu laufen, was sie sonst eher vermieden hat.

Felix ist diesmal in den Füßen der Koch-Figur versteckt und Holly kann Felix nun schon riechen, muss nur noch genau orten woher genau der Felix-spezifische Geruch kommt.

Es dauert nicht lang und sie hat ihn gefunden. Auch Holly verweist diesmal sauber mit einem schönen Platz. Das klappt noch nicht immer, denn vor lauter Übermut wirbelt sie Felix auch gern mal durch die Luft…

Das war es erst einmal für heute, ich hoffe ihr fandet es interessant. Die kleinen Filme kommen auch noch (hoffentlich – bald – demnächst – irgendwann
)

Hallo Angela,
endlich bin ich dazu gekommen den Bericht komplett zu lesen. Sehr schön geschrieben und mit süßen Fotos der Mäuse. Dass machen sie wirklich toll!
Ich hoffe wir haben dann bald die Möglichkeit darüber zu quatschen und du gibst mir die Möglichkeit euch mal beim Training zuzusehen. Würde mit “Schnöffi” auch ganz gern mal ZOS ausprobieren. ;D
Lea hat übrigens einen heimlichen Privattrainer (der ihr nur Unsinn beibringt)- meinen Papa. Eines der neusten Kommandos heißt “Alle alle” … möglichst Lange stehend Männchen machen um gekonnt Essen vom Tisch zu klauen. ;D Ich muss schon zugeben, sie hat noch nie so schnell ein neues Kommando gelernt! ;D
LG und noch ein schönes Wochenende wünsche ich euch, Caro
Hallo,
das ist wirklich klasse, was ihr für Spürnasen seid!
Frauchen hat mir einen komischen Ball mit Leckerlies gefüllt,
den muss ich dann immer mit der Pfote hin und her drehen, damit die herausfallen…aber was soll das? Wenn ich “Sitz” mache, kann sie mir das Leckerli doch einfach geben, ich versteh’ manchmal die Zweibeiner nicht.
@Caro
Das kenne ich auch, habe am Samstag Frauchens Papa einen Kalbsknochen vom Teller genommen, das war kein Klauen, denn ich hab das ja ganz offiziell vor aller Augen gemacht,
während die gesamte Family auf der Terrasse beim Essen saß. Knochen angepeilt und ganz cool seitlich heruntergenommen, dann ab auf die Wiese und eine Stunde
nur genagt. War klasse! Allerdings glaube ich nicht, dass das nochmal so easy klappt….da muss ich mir was neues einfallen lassen!
Einen schönen Pfingstmontag wünschen
Ole & Co